Ausgehend von der weltweit verbreiteten Tradition des Märchenerzählens sind in dem von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderten Modellprojekt „Erzähl mir Deine Geschichte" Methoden sowie didaktische und kreative Materialien zur gesellschaftlichen Teilhabe von Geflüchteten und zum gegenseitigen Kennenlernen und ins Gespräch-Kommen entwickelt worden. Die Box voller interaktiver Materialien kann kostenlose bestellt werden oder steht zum kostenlosen Download bereit.
Obwohl das Angebot an Plätzen in Kindertageseinrichtungen (Kitas) für Kinder unter drei Jahren in den vergangenen zehn Jahren massiv ausgebaut wurde und es seit 2013 für jedes Kind ab dem zweiten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz gibt, hängt der Kita-Besuch nach wie vor stark vom Elternhaus ab. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

Für mehr Qualität und weniger Gebühren


Heute hat das Bundeskabinett das Gute-KiTa-Gesetz* beschlossen. Der Bund beteiligt sich damit erstmals in einer Größenordnung von 5,5 Milliarden Euro an der Weiterentwicklung der Qualität in der Kindertagesbetreuung. Der Bund bekennt sich zu dem Ziel, dauerhaft und verlässlich die frühkindliche Bildung in Deutschland zu unterstützen.
Mit einem enthusiastischen und inspirierenden Vortrag über die „Philosophie der Learning Stories“ zog Wendy Lee, Direktorin des neuseeländischen „Educational Leadership Project“, die Zuhörerinnen und Zuhörer an der Hochschule Koblenz in ihren Bann. Rund 300 Personen waren der Einladung des Fachbereichs Sozialwissenschaften und des Instituts für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit|Rheinlad-Pfalz (IBEB) gefolgt, um an diesem Abend von Neuseeland lernen zu können.

nifbe-Tagung zur inklusiven Haltung und Beziehungsgestaltung

Der Umgang mit Vielfalt in ihrer ganzen Bandbreite ist eine der zentralen Herausforderungen in der Gesellschaft wie auch in den KiTas – denn hier kommen wie in einem Mikrokosmos schon häufig Kinder aus ganz unterschiedlichen kulturellen und sozialen Kontexten und mit ganz unterschiedlichen individuellen Eigenschaften zusammen. Doch wie kann im KiTa-Alltag eine inklusive Haltung entwickelt und eine inklusive Beziehungsgestaltung konkret umgesetzt werden? Diese Frage beantworteten auf dem nifbe-Fachtag „Vielfalt leben und erleben“ unter anderem Annedore Prengel und Gabriele Haug-Schnabel in ihren Hauptvorträgen.
„Vielfalt leben und erleben! Chancen und Herausforderungen der Heterogenität“ heißt der neue landesweite Bildungsschwerpunkt des nifbe seit diesem Jahr. Für die Umsetzung der damit verbundenen innovativen Qualifizierungsangebote für elementarpädagogische Fachkräfte haben sich in Osnabrück jetzt weitere 40 ProzessbegleiterInnen weitergebildet. Sie werden zukünftig in Kooperation mit regionalen Weiterbildungsträgern für die prozessorientierte Durchführung von Inhouse-Schulungen in KiTas, LeiterInnen-Coachings sowie von modellhaften sozialräumlichen Vernetzungen verantwortlich sein. Insgemsat sind nun 100 ProzessbegleiterInnen für die Durchführung der nifbe-Qualifizierungsangebote qualifiziert.

Herbstakademie der Akademie für Leseförderung

Die vierte Herbstakademie der Akademie für Leseförderung Niedersachsen beschäftigt sich mit den Potenzialen von Sprache, Geschichten und Literatur für interkulturelle Lern- und Leseprozesse.

OECD-Bericht mahnt weitere Anstrengungen an


Der berufliche und soziale Status der Eltern bleibt der wichtigste Faktor, der die Teilnahme an Bildung sowie wirtschaftlichen und sozialen Erfolg beeinflusst. Dies geht aus der aktuellen Ausgabe des OECD-Berichts „Bildung auf einen Blick“ hervor, der heute veröffentlicht wurde.

So nehmen Kinder, deren Mütter über keinen höheren Bildungsabschluss verfügen, seltener an frühkindlicher Bildung und Betreuung teil als die Kinder von Hochschulabsolventinnen oder Frauen mit vergleichbarem Abschluss. Und obwohl viele Untersuchungen zeigen, dass die kognitive Entwicklung eines Kindes bereits lange vor dem Eintritt in das Schulalter beginnt, geben die Regierungen noch immer einen geringeren Anteil öffentlicher Gelder für frühkindliche Bildung und Betreuung aus als für höhere Bildung.

Fast jedes fünfte Kita-Kind spricht zu Hause überwiegend eine andere Sprache als Deutsch


19% der Kinder, die 2017 eine Kindertageseinrichtung besuchten, lebten in Familien, in denen vorrangig eine andere Sprache als Deutsch gesprochen wurde. Der Anteil dieser Kinder stieg bundesweit zwischen 2007 und 2017 um knapp 4 Prozentpunkte. Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen Ost- und Westdeutschland. Während im Westen mehr als jedes fünfte Kita-Kind (23%) zu Hause überwiegend eine andere Sprache als Deutsch spricht, trifft dies in ostdeutschen Kitas nur auf jedes zwanzigste Kind zu (5%). Dies zeigen aktuelle Auswertungen des Fachkräftebarometers Frühe Bildung.
In einem Dossier gibt der Deutsche Bildungsserver einen aktuellen und detaillierten Überblick über die Aktivitäten und Sichtweisen der verschiedenen Beteiligten innerhalb der Debatte um die Qualität in der Kindertagesbetreuung und begleitet die Entwicklungen hin zum „Gute-KiTa-Gesetz“. Unter anderem gibt es hier auch die Stellungnahmen von Gewerkschaft und Trägerverbänden zum ReferentInnenentwurf des "Gute-KiTa-Gesetz".