Offenes Forum in Kooperation von BAG-BEK und nifbe gestartet


Was macht die KiTa-Pause mit den Kindern und den Eltern? Sollten KiTas schon vor den Sommerferien wieder ihren Regelbetrieb aufnehmen? Wie kann die derzeitige Notbetreuung und der Kontakt zu den Familien zuhause professionell gestaltet werden? Wie kann der Arbeits- und Infektionsschutz für Fachkräfte gewährleistet werden?

Brandappell der Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER


Der Vorsitzende der Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER, Prof. Dr. Adolf Windorfer, bittet die niedersächsische Landesregierung und die Kommunen des Landes dringend, ab sofort die aufsuchende Betreuung von sozial benachteiligten Familien zu intensiveren und für deren Kinder die Betreuungseinrichtungen, d.h. die Krippen und Kitas, vor Ort zu öffnen. Die schweren negativen Langzeitwirkungen der Maßnahmen bei der Corona-Krise auf die psychische und emotionale Gesundheit von Kindern und Müttern dürften nicht länger verdrängt und als „Kollateralschaden“ hingenommen werden. „Wir dürfen nicht vergessen, dass die psychische und emotionale Gesundheit von Kindern und Frauen in Familien in besonders schwierigen sozialen und psychosozialen Lebenssituationen besonders gefährdet ist“, sagte Windorfer am Mittwoch in Hannover.

Ad Hoc-Stellungnahme der Vorsitzenden der Kommission Pädagogik der frühen Kindheit in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)

Die Professor*innen des Studiengangs Erziehung und Bildung in der Kindheit der Alice Salomon Hochschule in Berlin haben zum Lockdown von Kitas und Grundschulen in der Corona Krise eine Stellungnahme abgegeben und nehmen dabei eine bisher zu selten vernommene kindheitspädagogische Perspektive ein und stellen entsprechende Forderungen auf:
Aufgrund der weiteren Schließung der KiTas für den Regelbetrieb und die bisherige große Resonanz  hat die QiK-Online-Akademie ihren kostenlosen Online-Kongress bis Ende Mai verlängert und weitere Angebote ins Programm aufgenommen.

Verunsicherung, Verwirrung und Verärgerung hat die Verordnung zur Notbetreuung und eine entsprechende Pressemitteilung des Niedersächsischen Kultusministerium bei Fachkräften, Trägern und Eltern ausgelöst – insbesondere aufgrund des großen Interpretationsspielraums und fehlender konkreter Vorgaben. Fast alle Eltern könnten jetzt ein Recht auf Notbetreuung geltend machen. Wie Kultusminister Tonne mitteilte, sollen die neuen Regelungen jetzt auch noch nicht ab heute (Montag, 20. April), sondern erst im Laufe der Woche sukzessive umgesetzt werden. Im Laufe der Woche will das Kultusministerium mit den Kommunen auch ins Gespräch kommen.

Die Notbetreuung in niedersächsischen Kindertageseinrichtungen und Schulen wird fortgesetzt und ausgeweitet. Insbesondere bei den Härtefällen soll es Erweiterungen geben mit Blick auf drohende Kindeswohlgefährdung, die Situation Alleinerziehender, die gemeinsame Betreuung von Geschwisterkindern sowie drohende Kündigung und erheblichen Verdienstausfall. Diese Neuerungen hat das Niedersächsische Kultusministerium heute kurzfristig den Kommunalen Spitzenverbänden, den örtlichen Trägern der Jugendhilfe und den Vertretern der Trägerverbände vorgestellt. Hintergrund ist die heute in Kraft getretene „Niedersächsische Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus".

KTK fordert klar definerte Aufnahmekritierien und macht Vorschläge für den erweiterten Notbetreuungs-Betrieb


Der Verband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) – Bundesverband e.V. warnt davor, das Bildungs- und Betreuungsangebot in Kindertageseinrichtungen kurzfristig wieder in vollem Umfang anzubieten. „Was die Träger und die pädagogischen Fachkräfte in unseren Kitas jetzt brauchen, sind klar definierte Aufnahmekriterien, die aus medizinischer, hygienischer und sozialer Sicht eine verantwortbare Wiederaufnahme des pädagogischen Alltags ermöglichen“, so der Vorsitzende des KTK-Bundesverbandes, Clemens Bieber.

Gemeinsam mit Prof. Gisela Kammermeyer und ihrem Team der Universität Koblenz-Landau hat die QiK Online-Akademie diesen kostenlosen Online-Kurs speziell für diese außergewöhnliche Zeit entwickelt, der sich sowohl durch seine wissenschaftliche Fundierung wie auch seinen hohen Praxisbezug auszeichnen soll.
Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne hat sich in einer Pressemitteilung zum weiteren Vorgehen in der institutionellen Kinderbetreuung geäußert:

"Für die Kitas, Krippen und Horte gilt weiterhin bis zu den Sommerferien die Notbetreuung. Dafür werden die Betreuungskapazitäten ausgeweitet. Dabei soll auch sichergestellt werden, dass Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen die Notbetreuung nutzen können. Dem Bedarf nach einer Betreuung von Kindern soll dadurch nachgekommen werden, dass die Härtefallregelung gelockert wird. Wo eine anderweitige Betreuung sichergestellt werden kann, sollen Kinder bis zu den Sommerferien möglichst zu Hause betreut werden. Dies trifft zum Beispiel auf Familien zu, wo nur ein Elternteil arbeiten geht, Homeoffice geleistet werden kann oder eine andere Betreuung möglich ist. Für die Ausweitung der Notbetreuung werden wir Gespräche mit den kommunalen Spitzenverbänden führen."