Die geplante Finanzhilfe des Bundes an die Bundesländer in Höhe von 1,126 Milliarden Euro in den Jahren 2017 bis 2020 zur Finanzierung von weiteren 100.000 Plätzen in der Kindertagesbetreuung wird von Experten und Interessenvertretern begrüßt. Zugleich mahnen sie an, dass der Bedarf deutlich höher ausfällt. Dies wurde in der öffentlichen Anhörung des Familienausschusses über den von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzesentwurf zum weiteren quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung (18/11408) deutlich.
Der Bund wird sich von 2017 bis 2020 mit weiteren 1,126 Milliarden Euro am Sondervermögen "Kinderbetreuungsausbau" beteiligen, um gemeinsam mit den Bundesländern zusätzliche 100.000 Plätze in der Kindertagesbetreuung zu schaffen.
Wie können pädagogische Fachkräfte Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung in KiTa, Schule, Sportvereinen oder anderen informellen Bildungsorten mit Sport, Spiel und Bewegung in der neuen Heimat ankommen lassen und ihnen zugleich Bildungsperspektiven eröffnen? Diese Frage stand im Fokus einer vom niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius eröffneten Kooperationstagung zwischen der Universität Osnabrück und dem nifbe im Osnabrücker Schloss.

Bundesjugendministerin Manuela Schwesig eröffnet den 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Düsseldorf


„Die Zeit ist reif für Kinderrechte ins Grundgesetz. Das wäre eine Verbesserung, die ganz konkret die Rechte von Kindern stärkt und ihren Schutz verbessert,“ machte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig zum Auftakt des 16. Kinder- und Jugendhilfetages deutlich. „Bisher spielen Kinder im Grundgesetz nur eine Nebenrolle. Als Hauptpersonen treten sie in unserer Verfassung nicht auf. Das müssen wir ändern. Kinder haben eigene Meinungen, Wünsche und Bedürfnisse. Wir müssen ihre Rechte da festschreiben, wo die Pfeiler unseres Zusammenlebens geregelt sind: Bei den Grundrechten im Grundgesetz.“

Stellungnahme der BAG-BEK zum Zwischenbericht


Hintergrund:

Im November 2016 wurde der Zwischenbericht „Frühe Bildung weiterentwickeln und finanziell sichern“ von Bund und Ländern vorgestellt. Erarbeitet wurde der Zwischenbericht von einer Arbeitsgruppe, die aus Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden besteht. Vertreterinnen und Vertretern aus den in der Kindertagesbetreuung verantwortlichen Verbänden und Organisationen sowie Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis unterstützten die Arbeitsgruppe dabei im Rahmen eines Expertendialogs. (s.a. hier: Qualitätsentwicklung in der frühkindlichen Bildung)
Familienzentren gelten als adäquate Antwort auf rasante gesellschaftliche Entwicklungen wie die Veränderung der Familienmodelle und eine grundsätzlich zunehmende individuelle, soziale und kulturelle Vielfalt. Sie sind Orte der Begegnung, Bildung und Beratung für Familien, sind dem kulturellen und sozialen Umfeld geöffnet und stehen somit allen Familien in der Umgebung offen. Familien finden hier wohnortnah vielfältige, unterstützende Angebote, die an ihren jeweiligen Bedürfnissen und Bedarfen ansetzen und an deren Entwicklung sie beteiligt sind. Ein Familienzentrum ist ein Netzwerk, das Kinder individuell fördert und Familien berät, unterstützt und begleitet. So können die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern mit Beratungs- und Hilfsangeboten für Familien sinnvoll miteinander verknüpft werden.
Wie entsteht Sprache, welche Zugänge haben Kinder zu ihr und wie können pädagogische Fachkräfte die Sprachbildung in der KiTa alltagsintegriert begleiten und fördern? Diese Fragen standen im Zentrum einer frühzeitig ausgebuchten Kooperationstagung der Universität Osnabrück und des nifbe im Osnabrücker Schloss.

zimmer 150Zur Begrüßung wies nifbe-Direktorin Prof. Dr. Renate Zimmer auf die Bedeutung von Bewegung in Bildungsprozessen und auf entsprechende alltagsintegrierte Zugänge zur Sprache hin, „die für Kinder bedeutsam und lustvoll sind“.

Sie stellte die gemeinsam mit ihrem Team im nifbe entwickelten Konzepte zur bewegten Sprachförderung und zur Sprachbeobachtung (BaSiK) vor und wies auf deren zunehmende Verbreitung in den Bundesländern und insbesondere in Nordrhein-Westfalen hin.

Die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) führt im Rahmen einer Studie eine Online-Befragung für das Weiterbildungspersonal für frühpädagogische Fachkräfte durch. Noch bis zum 30. Juni 2017 können Weiterbildnerinnen und Weiterbildner daran teilnehmen.

Gesundheitsministerin Cornelia Rundt: „Jedes Kind ist uns wichtig und hat ein Recht darauf, geliebt und geschützt aufzuwachsen!"


Anlässlich der 10-jährigen Landesförderung der Koordinierungszentren Kinderschutz in Niedersachsen hat die diesjährige Niedersächsische Kinderschutzkonferenz im Kinder- und Jugendkrankenhaus Auf der Bult in Hannover getagt. Hier hat das Koordinierungszentrum Kinderschutz von Stadt und Region Hannover seinen Sitz und hat stellvertretend sein Fazit im Rahmen der diesjährigen Niedersächsischen Kinderschutzkonferenz vorgestellt.

Neuer nifbe-Film zum Experimentieren, Forschen und Gestalten in Lernwerkstätten


Lernwerkstätten bieten Pädagogischen Fachkräften und Kindern anregungsreiche Räume zum Experimentieren, Entdecken und kreativen Gestalten. Sie können dabei sowohl auf die freie Arbeit mit bedeutungsoffenen Materialien wie auch auf ästhetische Bildungsprozesse oder Erfahrungen mit Mathematik, Naturwissenschaften und Technik ausgerichtet sein. Sie knüpfen an die natürliche Neugierde, die kreative Lust und den Forschergeist der Kinder an.