Gesundheit und Gesundheitsförderung nach dem „K!GG“-Konzept

Inhaltsverzeichnis

  1. Der Gesundheitsstatus von Kindern
  2. Auswirkungen der gesundheitlichen Problemlagen
  3. Die Erfahrungen aus dem Setting Schule
  4. Die Grenzen der Gesundheitsförderung in Kitas
  5. Der neue Blickwinkel von K!GG
  6. Integriertes Gesundheitsmanagement im Konzept »K!GG: Kita Gut & Gesund«
  7. Definition der Guten Gesunden Kita
  8. Fazit

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Gesundheit oder Bildung? Beide Themen sind unbestritten relevant. Die Diskussionen zu diesen Themen im Kita-Bereich scheinen aber kaum voneinander Kenntnis zu nehmen. Vorgestellt wird in diesem Beitrag das im Rahmen eines vom nifbe geförderten Projektes entwickelte Konzept »K!GG: Kita Gut & Gesund. Das Programm für Integriertes Gesundheitsmanagement«. Hierbei werden Gesundheit(-sförderung) und die Entwicklung von Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsqualität verknüpft.

 

Die Gesundheit der pädagogischen Fachkräfte

Das pädagogische Fachpersonal in Kitas ist über die Jahre vermehrt vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Sie ergeben sich aus der gewachsenen Komplexität der Aufgaben und Qualitätsansprüchen an die Arbeit in Kitas. Diese Belastungen führen zunehmend auch zu gesundheitlichen Beanspruchungen bei den Leitungskräften der Kitas sowie beim pädagogischen Personal (BGW-DAK 2000; Rudow 2004; 2008; Fuchs et al. 2008).


In Umfragen werden fast gleichlautend vor allem die folgenden Beschwerden genannt:

 

  • Nacken- und Rückenbeschwerden (6 Prozent)
  • Erschöpfung und Müdigkeit (46 Prozent)
  • Kopfschmerzen (36 Prozent)
  • Schlafstörungen (31 Prozent)
  • leichte Erregbarkeit und Unkonzentriertheit (31 Prozent)
  • Augenschmerzen (27 Prozent),
  • Magen-Darm-Beschwerden (23 Prozent)
  • Stimmprobleme (22 Prozent) (nach Seibt et al. 2005).

 

Auffällig sind die hier sichtbar werdenden psychischen und psychosomatischen Beanspruchungen, die im Vergleich zu vielen anderen Berufen überdurchschnittlich häufig hoch ausgeprägt sind. So fühlen sich auch etwa 10–30 Prozent der Erzieher/innen emotional erschöpft oder ausgebrannt. Die Leitungskräfte der Kitas weisen hier durchweg etwas höhere Werte auf. Von besonderer Relevanz ist auch der Altersfaktor (Autorengruppe Bildungsberichterstattung 2008). Die zunehmend älter werdenden Fachkräfte in den Kitas benötigen eine spezielle Förderung ihrer persönlichen Leistungsentwicklung.



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