Veranstaltungen

„Junge Flüchtlinge in Kita und Schule stärken“

Hinweis: Diese Tagung richtet sich nur an Pädagogische Fachkräfte und LehrerInnen aus Stadt und Landkreis Osnabrück!


Der Anstieg der Neuzuwanderung und insbesondere der Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten stellt an die Fachkräfte aus Kitas, Schulen, Jugend- und Sozialarbeit hohe Anforderungen im Hinblick auf ihre pädagogische Arbeit. In der Fachtagung soll das Fachpersonal aus Bildungseinrichtungen konkrete und praxisrelevante Antworten auf Fragen zum Umgang mit jungen Flüchtlingen sowie Anregungen für die praktische Umsetzung erhalten. Der fachliche Austausch und die Entwicklung von Lösungsansätzen auf der Basis konkreter Herausforderungen und Problemstellungen stehen im Vordergrund. Fachleute aus allen relevanten Bildungsbereichen der Region sind eingeladen.


 

Veranstaltungsdetails

Nummer:KO-2016-2
Typ:Tagung
Beginn:30.05.2016 um 09:00 Uhr
Ende:30.05.2016 um 16:00 Uhr
Straße:Neuer Graben
Ort:49074 Osnabrück
Veranstaltungsort:Schlossaula der Universität Osnabrück
Anmeldeschluss:20.05.2016
 
Panel 1

Sprachbildung im Elementarbereich - WS1

Beginn:30.05.2016 um 11:00 Uhr
Ende:30.05.2016 um 12:30 Uhr
 
Sprachbildung im Elementarbereich setzt Kenntnisse über altersentsprechende Sprachentwicklung sowie über Methoden zur Sprachanregung voraus. Zudem erfordert Sprachbildung eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle als Sprachvorbild. Der Workshop soll Grundlagenwissen über Sprachbildung im Elementarbereich vermitteln bzw. auffrischen und die erworbenen Kenntnisse anhand von Übungsmaterialien festigen. Als zentrale Themen sollen der Spracherwerb bei ein- und mehrsprachigen Kindern, Unterstützungsformen im Spracherwerb und die Reflexion des eigenen sprachlichen Vorbilds. erarbeitet werden.


Referentin:

Prof. Dr. Angela Grimm, seit 2014 Professorin für Angewandte Sprachwissenschaft des Deutschen an der Universität Osnabrück, Studium und Promotion an der Universität Potsdam. Von 2007-2014 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Frankfurt/Main in mehreren Projekten zum ungestörten und gestörten Spracherwerb bei ein- und mehrsprachigen Kindern. Arbeitsschwerpunkte: Spracherwerb, Sprachentwicklungsstörungen und Sprachstandsdiagnostik bei ein- und mehrsprachigen Kindern. Mitglied nationaler und internationaler Forschungsverbünde zu den Themen Mehrsprachigkeit, Sprachentwicklung und Sprachentwicklungsstörungen.

Religiöse und kulturelle Vielfalt im Bildungsalltag – Herausforderung und Chance - WS10

Beginn:30.05.2016 um 11:00 Uhr
Ende:30.05.2016 um 12:30 Uhr
 
Die Zuwanderung der Flüchtlinge führt auch zu einer größeren kulturell-religiösen Vielfalt in unseren Kindertagesstätten und Schulen. Dadurch treffen verschiedene kulturelle Traditionen, unterschiedliche Rollenerwartungen und Werthaltungen aufeinander. Ein konstruktiver Umgang mit dieser Vielfalt ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Arbeit in unseren Bildungseinrichtungen. Dies setzt bestimmte Haltungen und Einstellungen sowie besondere Handlungs- und Reflexionsfähigkeiten voraus. Ein Ziel des Workshops ist, Hinweise zur Entwicklung dieser Eigenschaften zu geben. „Material“ des Workshops sind Situationen aus dem Kommunikations-Alltag der Teilnehmer. Situationsanalysen und Übungen geben Gelegenheit, Kommunikationsmuster und Rollen wahrzunehmen, zu reflektieren und Alternativen zu erkennen.


Referent:

Werner Hülsmann, Integrationsbeauftragter des Landkreises Osnabrück. Studium der Sozialwissenschaften und Katholischen Theologie, Lehrerausbildung. Langjährige Erfahrung in der Erwachsenenbildung und in Integrationsprojekten. Zertifizierter Diversity-Trainer

Vorbereitung und Unterstützung des Schriftspracherwerbs - WS2

Beginn:30.05.2016 um 11:00 Uhr
Ende:30.05.2016 um 12:30 Uhr
 

In dem Workshop, der sich gleichermaßen an Fachkräfte aus dem Elementarbereich wie an Lehrkräfte (Primarstufe, Sek I) richtet, werden Grundlagen und Vermittlungswege erarbeitet, die Flüchtlingskinder einerseits auf den Schriftspracherwerb optimal vorbereiten, andererseits zur Förderung und Diagnostik in der Schule eingesetzt werden können. Dabei wird es nicht in erster Linie um fertige Materialien gehen, sondern insbesondere auch um den Ausbau von Kompetenzen, bestehende Materialien und Methoden beurteilen und eigene erstellen zu können. Ein kurzer Einblick in die Strukturen der gesprochenen und geschriebenen Sprache, nicht nur der deutschen, sind unvermeidlich, werden jedoch anschaulich und praxisnah präsentiert. Die vorherrschende Sozialform des Workshops ist, neben Erörterungs- und Übungsphasen, der gemeinsame Austausch.

 

Referentin:

Prof. Dr. Christina Noack
, seit 2010 Professorin für Didaktik der deutschen Sprache an der Universität Osnabrück. Studium und Promotion (2000) an der Universität Osnabrück. Lehrtätigkeiten an der PH Freiburg, der TU Braunschweig sowie der WWU Münster. Von 2003-2005 freiberufliche Fortbilderin zu Sprachförderung im Elementarbereich.

Arbeitsschwerpunkt sind Schriftspracherwerb/Orthographieunterricht; Deutsch als Zweitsprache; Sprachsensibler Fachunterricht; Grammatikunterricht. Zahlreiche Projekte und Publikationen zu den genannten Themen.

Aktuell laufendes Forschungsprojekt: Leiterin des Standorts Osnabrück im niedersächsischen Verbundprojekt „Umbrüche gestalten“ (2014-2017).



Bewegungsorientierte Unterstützung der Sprach-(Entwicklung) geflüchteter und nicht geflüchteter Kinder - WS3

Beginn:30.05.2016 um 11:00 Uhr
Ende:30.05.2016 um 12:30 Uhr
 
Die Unterstützung der Sprachbildung von Kindern mit Fluchterfahrung bzw. Kindern mit Migrationshintergrund im Elementarbereich setzt Kenntnisse über besondere Zugänge zur Sprache und über Besonderheiten des Mehrsprachenerwerbs voraus. In diesem Praxisworkshop werden die Besonderheiten des Mehrsprachenerwerbs reflektiert und es wird aufgezeigt, wie der (Zweit-) Spracherwerb in und durch Bewegung im Kita-Alltag unterstützt werden kann.


ReferentInnen:

Elisabeth König (M.A. Motologin, Sportwissenschaftlerin) und Julia Lieske (akad. Sprachtherapeutin, M.A. Sonderpädagogin und Rehawissenschaftlerin) sind Mitarbeiterinnen der Universität Osnabrück und dort in der Praxis, Forschung und Weiterbildung tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen auf der Alltagsintegrierten Sprachbildung und Beobachtung, speziell auf der bewegungsorientierten Sprachbildung in der Arbeit mit geflüchteten Kindern und ihren Eltern. Regelmäßig bieten sie Angebote zur bewegungsorientierten Unterstützung geflüchteter Kinder und Mütter im Flüchtlingshaus Osnabrück an und führen wöchentliche Einheiten zur Bewegungsorientierten Sprach- und Literacybildung für geflüchtete Kinder und Mütter aus den Gemeinschaftsunterkünften in Osnabrück durch.

Sprachsensibler Fachunterricht - WS4

Beginn:30.05.2016 um 11:00 Uhr
Ende:30.05.2016 um 12:30 Uhr
 
Um die neuzugewanderten Schülerinnen und Schüler erfolgreich im Regelunterricht an die sprachlichen und fachlichen Anforderungen heranzuführen, sind Methoden des sprachsensiblen Unterrichts besonders geeignet. In diesem Workshop werden die Stolpersteine der deutschen Sprache, die das fachliche Lernen erschweren, aufgezeigt und vor allem die Möglichkeiten des didaktischen und methodischen Vorgehens vorgestellt. Das Prinzip des sprachsensiblen Unterrichts wird an einigen Praxisbeispielen und Übungen unter Einbezug der Teilnehmer verdeutlicht.


ReferentInnen:

Eleonora Sattelmaier, Koordinatorin des Sprachbildungszentrum Osnabrück und kom. koordinierende Fachberaterin für Interkulturelle Bildung an der Niedersächsischen Landesschulbehörde, Regionalabteilung Osnabrück
Monika Korn, Koordinatorin des Sprachbildungszentrums Delmenhorst an der Niedersächsischen Landesschulbehörde, Regionalabteilung Osnabrück
Julian Tille, Moderator am Sprachbildungszentrum der Stadt und des Landkreises Osnabrück und Leiter einer Sprachlernklasse an der Möser-Realschule in Osnabrück

Einbindung von und Kommunikation mit Flüchtlingseltern - WS5

Beginn:30.05.2016 um 11:00 Uhr
Ende:30.05.2016 um 12:30 Uhr
 
Die Zusammenarbeit von und mit Eltern hat einen elementaren Einfluss auf die Entwicklung und Integration von Kindern mit Fluchterfahrung in unseren Bildungseinrichtungen. Der Workshop „Elternarbeit“ greift Konzepte, Stolperfallen und Gelingensfaktoren im Rahmen der Kontaktaufnahme, Einbindung und Kooperation auf.

Es werden praktische Beispiele aus Kita und Schule vorgestellt und diskutiert:
- Wie kann ein eine Willkommenskultur für/von Eltern aufgebaut werden?
- Wie kann gute Zusammenarbeit gelingen, was ist hinderlich?
- Welche Hilfestellungen gibt es?

Im zweiten Teil geht es um die langfriste Einbindung und Selbstorganisation von Flüchtlingseltern. Das MigrantenElternNetzwerk (MEN) Niedersachsen stärkt und aktiviert Eltern mit Zuwanderungsgeschichte mit vielen Angeboten, Fortbildungen, Informationen und Erfahrungsaustausch. Experten des MEN geben im Workshop praktische Tipps und diskutieren gemeinsam mit den Teilnehmern über Zugang und Chancen für erfolgreich gelebte Vielfalt durch aktive Elternarbeit.


ReferentInnen:

Ina Eversmann leitet das Bildungsbüro für den nördlichen Landkreis Osnabrück und ist Geschäftsführerin der Bildungsregion Nordkreis

Karin Präger ist Fachberaterin für Kindertageseinrichtungen in kommunaler und freier Trägerschaft im Landkreis Osnabrück und langjährig tätig in Aus-und Fortbildung sozialpädagogischer Fachkräfte.


Einbezogene Expertise:
amfn e.V. (Arbeitsgemeinschaft Migranteninnen, Migranten und Flüchtlinge in Niedersachsen e.V.) - MigrantenElternNetzwerk (MEN)

Praxis-Experten:
Grundschule Bad Essen – Leitung Gabriele Spang
Familienzentrum/Kita Wirbelwind Bohmte – Leitung Andrea Friedrich

Willkommenskultur - WS6

Beginn:30.05.2016 um 11:00 Uhr
Ende:30.05.2016 um 12:30 Uhr
 
Die Ankunft in einem neuen Land stellt die neuzugewanderten Familien vor große Herausforderungen. Vieles ist neu und ungewohnt. Das macht Angst!
Der Workshop zur Willkommenskultur zeigt Möglichkeiten auf, welche Angebote Schulen stellen können (und sollten), um den Eltern und Kinder/Jugendlichen die Ankunft zu erleichtern. Auch kann die bestehende Schulgemeinschaft für die Schwierigkeiten und Stärken der Neuankömmlinge sensibilisiert werden, so dass alle in Annäherung voneinander profitieren.


ReferentInnen:

Gesa Hune, Fachberaterin für Interkulturelle Bildung im Landkreis Osnabrück-Süd, Moderatorin im Sprachbildungszentrum Osnabrück und Leiterin einer Sprachlernklasse an einer Realschule in Osnabrück.

Pia Loock, Fachberaterin für Interkulturelle Bildung für die Region Osnabrück–Nord und Vechta/Cloppenburg; Moderatorin im Sprachbildungszentrum Delmenhorst, Leiterin der Sprachlernklasse an einer Grundschule in Bramsche

Gutes Gelingen – Praxisbeispiele einrichtungsbezogener Integrations- und Teilhabekonzepte - WS7

Beginn:30.05.2016 um 11:00 Uhr
Ende:30.05.2016 um 12:30 Uhr
 
Im Workshop sollen Praxisbeispiele vorgestellt werden, die Bestandteil des alltäglichen Miteinanders sind und Teilhabe fördern und ermöglichen. Ergänzend werden Projektideen dargestellt, für die zusätzliche Gelder benötigt werden. Im weiteren Verlauf soll die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Akteuren im Mittelpunkt stehen, die gesellschaftliche Integration von Kindern unterstützen. Durch den anschließenden Austausch sollen Ideen aus anderen Institutionen gesammelt werden. Abschließend erhalten die Teilnehmenden eine Zusammenfassung nützlicher Adressen und Informationsmaterialien.


ReferentInnen:

Thema Kita:

  • Stephanie Koopmann, Vorsitzende Unikate e.V.
  • Zina Meyer, Koordinatorin für EMILiA (Patenschaft für Kinder im Asyl), Unikate e.V.
  • Beate Berger, Leitung Kath. Kindertagesstätte Heilig Kreuz, Haus für Kinder und Familien


Thema Schule:

  • Margret Fehren, Kinder- und Jugendzentrum Westwerk
  • Cornelia Klösel, Schulleitung Grundschule Eversburg

Die Gruppe als sicherer Ort: Soziales Klima in der Gruppe als wichtiger Faktor beim Umgang mit Diversität und individuellen Bedürfnissen - WS8

Beginn:30.05.2016 um 11:00 Uhr
Ende:30.05.2016 um 12:30 Uhr
 
Ausgehend von Überlegungen, welche Herausforderungen eigentlich auf eine Gruppe zukommen, wenn Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichsten kulturellen und biografischen Hintergründen dazu kommen, wird ein Bogen geschlagen zu Gruppenprozessen und Phasen, die Gruppen durchlaufen. Gestaltungsspielräume, die in den jeweiligen Phasen möglich sind, werden genauer betrachtet und die notwendigen Bedingungen hinterfragt. Eine gut eingespielte Gruppe wird von allen Mitgliedern als sicherer Ort empfunden und ermöglicht Lernen, Entwicklung und Motivation. Vergleichbar mit der Bindungstheorie, wonach erst eine sichere Bindung Exploration und Neugier ermöglicht. Der Workshop soll eine weitere Perspektive öffnen und den Fokus der Betrachtung etwas verschieben vom Blick auf Einzelschicksale hinzu Gruppenprozessen und den darin liegenden Chancen. Dieser Perspektivwechsel soll Handlungsspielräume ermöglichen und im Workshop ausgiebig diskutiert und ausprobiert werden. Was kann ich tun, um die Gruppenentwicklung positiv zu beeinflussen? Wie gelingt es, dass alle die Gruppe als einen sicheren Ort wahrnehmen?


Referent:

Thomas Künne ist schulpsychologischer Dezernent der Niedersächsischen Landesschulbehörde, dort tätig im Beratungs- und Fortbildungskontext besonders hinsichtlich Klassenklima und soziale Interaktion. Er war bis 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) mit Schwerpunkt Selbstkompetenzentwicklung und Begabungsentfaltung.

Trauma und Bildung - WS9

Beginn:30.05.2016 um 11:00 Uhr
Ende:30.05.2016 um 12:30 Uhr
 
Traumatische Fluchterfahrungen können eine Reihe von Folgen für die Bildungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen haben. Zugleich bietet Bildung vielfältige Möglichkeiten, Stärken wieder aufzubauen oder auch neu zu entwickeln. Gemeinsam soll in dem Workshop erarbeitet werden, welche Möglichkeiten zur emotionalen und sozialen Stabilisierung von Kindern und Jugendlichen in KiTa und Schule ausgebaut werden können. Hierzu gehören die Gestaltung einer Pädagogik des sicheren Ortes, eine heilende Beziehungsgestaltung sowie Ansätze der Selbstkompetenzförderung. Dabei muss einbezogen werden, dass sowohl Kinder und Jugendliche selbst als auch ihre Eltern oder andere Angehörige durch Flucht und Fluchthintergründe von sehr starken Belastungen betroffen sein können, die sich auf unterschiedlichste Weise auswirken.


Referentin:

Dr. Birgit Behrensen, Soziologin und Erziehungswissenschaftlerin, vertritt zurzeit die Professur „Psychologie der frühen Kindheit“ an der Fachhochschule Neubrandenburg. Zuvor langjährige Mitarbeiterin der Osnabrücker Schulpädagogin Prof. Dr. Claudia Solzbacher, u. a. in der Forschungsstelle Begabungsförderung des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe). Mitarbeit im Vorstand des Netzwerks traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen (ntfn).


Panel 2

Sprachbildung im Elementarbereich - WS1

Beginn:30.05.2016 um 13:30 Uhr
Ende:30.05.2016 um 15:00 Uhr
 
Sprachbildung im Elementarbereich setzt Kenntnisse über altersentsprechende Sprachentwicklung sowie über Methoden zur Sprachanregung voraus. Zudem erfordert Sprachbildung eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle als Sprachvorbild. Der Workshop soll Grundlagenwissen über Sprachbildung im Elementarbereich vermitteln bzw. auffrischen und die erworbenen Kenntnisse anhand von Übungsmaterialien festigen. Als zentrale Themen sollen der Spracherwerb bei ein- und mehrsprachigen Kindern, Unterstützungsformen im Spracherwerb und die Reflexion des eigenen sprachlichen Vorbilds. erarbeitet werden.


Referentin:

Prof. Dr. Angela Grimm, seit 2014 Professorin für Angewandte Sprachwissenschaft des Deutschen an der Universität Osnabrück, Studium und Promotion an der Universität Potsdam. Von 2007-2014 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Frankfurt/Main in mehreren Projekten zum ungestörten und gestörten Spracherwerb bei ein- und mehrsprachigen Kindern. Arbeitsschwerpunkte: Spracherwerb, Sprachentwicklungsstörungen und Sprachstandsdiagnostik bei ein- und mehrsprachigen Kindern. Mitglied nationaler und internationaler Forschungsverbünde zu den Themen Mehrsprachigkeit, Sprachentwicklung und Sprachentwicklungsstörungen.

Religiöse und kulturelle Vielfalt im Bildungsalltag – Herausforderung und Chance - WS10

Beginn:30.05.2016 um 13:30 Uhr
Ende:30.05.2016 um 15:00 Uhr
 
Die Zuwanderung der Flüchtlinge führt auch zu einer größeren kulturell-religiösen Vielfalt in unseren Kindertagesstätten und Schulen. Dadurch treffen verschiedene kulturelle Traditionen, unterschiedliche Rollenerwartungen und Werthaltungen aufeinander. Ein konstruktiver Umgang mit dieser Vielfalt ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Arbeit in unseren Bildungseinrichtungen. Dies setzt bestimmte Haltungen und Einstellungen sowie besondere Handlungs- und Reflexionsfähigkeiten voraus. Ein Ziel des Workshops ist, Hinweise zur Entwicklung dieser Eigenschaften zu geben. „Material“ des Workshops sind Situationen aus dem Kommunikations-Alltag der Teilnehmer. Situationsanalysen und Übungen geben Gelegenheit, Kommunikationsmuster und Rollen wahrzunehmen, zu reflektieren und Alternativen zu erkennen.


Referent:

Werner Hülsmann, Integrationsbeauftragter des Landkreises Osnabrück. Studium der Sozialwissenschaften und Katholischen Theologie, Lehrerausbildung. Langjährige Erfahrung in der Erwachsenenbildung und in Integrationsprojekten. Zertifizierter Diversity-Trainer

Vorbereitung und Unterstützung des Schriftspracherwerbs - WS2

Beginn:30.05.2016 um 13:30 Uhr
Ende:30.05.2016 um 15:00 Uhr
 
In dem Workshop, der sich gleichermaßen an Fachkräfte aus dem Elementarbereich wie an Lehrkräfte (Primarstufe, Sek I) richtet, werden Grundlagen und Vermittlungswege erarbeitet, die Flüchtlingskinder einerseits auf den Schriftspracherwerb optimal vorbereiten, andererseits zur Förderung und Diagnostik in der Schule eingesetzt werden können. Dabei wird es nicht in erster Linie um fertige Materialien gehen, sondern insbesondere auch um den Ausbau von Kompetenzen, bestehende Materialien und Methoden beurteilen und eigene erstellen zu können. Ein kurzer Einblick in die Strukturen der gesprochenen und geschriebenen Sprache, nicht nur der deutschen, sind unvermeidlich, werden jedoch anschaulich und praxisnah präsentiert. Die vorherrschende Sozialform des Workshops ist, neben Erörterungs- und Übungsphasen, der gemeinsame Austausch.

Referentin:

Prof. Dr. Christina Noack
, seit 2010 Professorin für Didaktik der deutschen Sprache an der Universität Osnabrück. Studium und Promotion (2000) an der Universität Osnabrück. Lehrtätigkeiten an der PH Freiburg, der TU Braunschweig sowie der WWU Münster. Von 2003-2005 freiberufliche Fortbilderin zu Sprachförderung im Elementarbereich.

Arbeitsschwerpunkt sind Schriftspracherwerb/Orthographieunterricht; Deutsch als Zweitsprache; Sprachsensibler Fachunterricht; Grammatikunterricht. Zahlreiche Projekte und Publikationen zu den genannten Themen.

Aktuell laufendes Forschungsprojekt: Leiterin des Standorts Osnabrück im niedersächsischen Verbundprojekt „Umbrüche gestalten“ (2014-2017).

Bewegungsorientierte Unterstützung der Sprach-(Entwicklung) geflüchteter und nicht geflüchteter Kinder - WS3

Beginn:30.05.2016 um 13:30 Uhr
Ende:30.05.2016 um 15:00 Uhr
 
Die Unterstützung der Sprachbildung von Kindern mit Fluchterfahrung bzw. Kindern mit Migrationshintergrund im Elementarbereich setzt Kenntnisse über besondere Zugänge zur Sprache und über Besonderheiten des Mehrsprachenerwerbs voraus. In diesem Praxisworkshop werden die Besonderheiten des Mehrsprachenerwerbs reflektiert und es wird aufgezeigt, wie der (Zweit-) Spracherwerb in und durch Bewegung im Kita-Alltag unterstützt werden kann.


ReferentInnen:

Elisabeth König (M.A. Motologin, Sportwissenschaftlerin) und Julia Lieske (akad. Sprachtherapeutin, M.A. Sonderpädagogin und Rehawissenschaftlerin) sind Mitarbeiterinnen der Universität Osnabrück und dort in der Praxis, Forschung und Weiterbildung tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen auf der Alltagsintegrierten Sprachbildung und Beobachtung, speziell auf der bewegungsorientierten Sprachbildung in der Arbeit mit geflüchteten Kindern und ihren Eltern. Regelmäßig bieten sie Angebote zur bewegungsorientierten Unterstützung geflüchteter Kinder und Mütter im Flüchtlingshaus Osnabrück an und führen wöchentliche Einheiten zur Bewegungsorientierten Sprach- und Literacybildung für geflüchtete Kinder und Mütter aus den Gemeinschaftsunterkünften in Osnabrück durch.

Sprachsensibler Fachunterricht - WS4

Beginn:30.05.2016 um 13:30 Uhr
Ende:30.05.2016 um 15:00 Uhr
 
Um die neuzugewanderten Schülerinnen und Schüler erfolgreich im Regelunterricht an die sprachlichen und fachlichen Anforderungen heranzuführen, sind Methoden des sprachsensiblen Unterrichts besonders geeignet. In diesem Workshop werden die Stolpersteine der deutschen Sprache, die das fachliche Lernen erschweren, aufgezeigt und vor allem die Möglichkeiten des didaktischen und methodischen Vorgehens vorgestellt. Das Prinzip des sprachsensiblen Unterrichts wird an einigen Praxisbeispielen und Übungen unter Einbezug der Teilnehmer verdeutlicht.


ReferentInnen:

Eleonora Sattelmaier, Koordinatorin des Sprachbildungszentrum Osnabrück und kom. koordinierende Fachberaterin für Interkulturelle Bildung an der Niedersächsischen Landesschulbehörde, Regionalabteilung Osnabrück
Monika Korn, Koordinatorin des Sprachbildungszentrums Delmenhorst an der Niedersächsischen Landesschulbehörde, Regionalabteilung Osnabrück
Julian Tille, Moderator am Sprachbildungszentrum der Stadt und des Landkreises Osnabrück und Leiter einer Sprachlernklasse an der Möser-Realschule in Osnabrück

Einbindung von und Kommunikation mit Flüchtlingseltern - WS5

Beginn:30.05.2016 um 13:30 Uhr
Ende:30.05.2016 um 15:00 Uhr
 
Die Zusammenarbeit von und mit Eltern hat einen elementaren Einfluss auf die Entwicklung und Integration von Kindern mit Fluchterfahrung in unseren Bildungseinrichtungen. Der Workshop „Elternarbeit“ greift Konzepte, Stolperfallen und Gelingensfaktoren im Rahmen der Kontaktaufnahme, Einbindung und Kooperation auf.

Es werden praktische Beispiele aus Kita und Schule vorgestellt und diskutiert:
- Wie kann ein eine Willkommenskultur für/von Eltern aufgebaut werden?
- Wie kann gute Zusammenarbeit gelingen, was ist hinderlich?
- Welche Hilfestellungen gibt es?

Im zweiten Teil geht es um die langfriste Einbindung und Selbstorganisation von Flüchtlingseltern. Das MigrantenElternNetzwerk (MEN) Niedersachsen stärkt und aktiviert Eltern mit Zuwanderungsgeschichte mit vielen Angeboten, Fortbildungen, Informationen und Erfahrungsaustausch. Experten des MEN geben im Workshop praktische Tipps und diskutieren gemeinsam mit den Teilnehmern über Zugang und Chancen für erfolgreich gelebte Vielfalt durch aktive Elternarbeit.


ReferentInnen:

Ina Eversmann leitet das Bildungsbüro für den nördlichen Landkreis Osnabrück und ist Geschäftsführerin der Bildungsregion Nordkreis

Karin Präger ist Fachberaterin für Kindertageseinrichtungen in kommunaler und freier Trägerschaft im Landkreis Osnabrück und langjährig tätig in Aus-und Fortbildung sozialpädagogischer Fachkräfte.


Einbezogene Expertise:
amfn e.V. (Arbeitsgemeinschaft Migranteninnen, Migranten und Flüchtlinge in Niedersachsen e.V.) - MigrantenElternNetzwerk (MEN)

Praxis-Experten:
Grundschule Bad Essen – Leitung Gabriele Spang
Familienzentrum/Kita Wirbelwind Bohmte – Leitung Andrea Friedrich

Willkommenskultur - WS6

Beginn:30.05.2016 um 13:30 Uhr
Ende:30.05.2016 um 15:00 Uhr
 
Die Ankunft in einem neuen Land stellt die neuzugewanderten Familien vor große Herausforderungen. Vieles ist neu und ungewohnt. Das macht Angst!
Der Workshop zur Willkommenskultur zeigt Möglichkeiten auf, welche Angebote Schulen stellen können (und sollten), um den Eltern und Kinder/Jugendlichen die Ankunft zu erleichtern. Auch kann die bestehende Schulgemeinschaft für die Schwierigkeiten und Stärken der Neuankömmlinge sensibilisiert werden, so dass alle in Annäherung voneinander profitieren.


ReferentInnen:

Gesa Hune, Fachberaterin für Interkulturelle Bildung im Landkreis Osnabrück-Süd, Moderatorin im Sprachbildungszentrum Osnabrück und Leiterin einer Sprachlernklasse an einer Realschule in Osnabrück.

Pia Loock, Fachberaterin für Interkulturelle Bildung für die Region Osnabrück–Nord und Vechta/Cloppenburg; Moderatorin im Sprachbildungszentrum Delmenhorst, Leiterin der Sprachlernklasse an einer Grundschule in Bramsche

Gutes Gelingen – Praxisbeispiele einrichtungsbezogener Integrations- und Teilhabekonzepte - WS7

Beginn:30.05.2016 um 13:30 Uhr
Ende:30.05.2016 um 15:00 Uhr
 
Im Workshop sollen Praxisbeispiele vorgestellt werden, die Bestandteil des alltäglichen Miteinanders sind und Teilhabe fördern und ermöglichen. Ergänzend werden Projektideen dargestellt, für die zusätzliche Gelder benötigt werden. Im weiteren Verlauf soll die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Akteuren im Mittelpunkt stehen, die gesellschaftliche Integration von Kindern unterstützen. Durch den anschließenden Austausch sollen Ideen aus anderen Institutionen gesammelt werden. Abschließend erhalten die Teilnehmenden eine Zusammenfassung nützlicher Adressen und Informationsmaterialien.


ReferentInnen:

Thema Kita:

  • Stephanie Koopmann, Vorsitzende Unikate e.V.
  • Zina Meyer, Koordinatorin für EMILiA (Patenschaft für Kinder im Asyl), Unikate e.V.
  • Beate Berger, Leitung Kath. Kindertagesstätte Heilig Kreuz, Haus für Kinder und Familien


Thema Schule:

  • Margret Fehren, Kinder- und Jugendzentrum Westwerk
  • Cornelia Klösel, Schulleitung Grundschule Eversburg

Die Gruppe als sicherer Ort: Soziales Klima in der Gruppe als wichtiger Faktor beim Umgang mit Diversität und individuellen Bedürfnissen - WS8

Beginn:30.05.2016 um 13:30 Uhr
Ende:30.05.2016 um 15:00 Uhr
 
Ausgehend von Überlegungen, welche Herausforderungen eigentlich auf eine Gruppe zukommen, wenn Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichsten kulturellen und biografischen Hintergründen dazu kommen, wird ein Bogen geschlagen zu Gruppenprozessen und Phasen, die Gruppen durchlaufen. Gestaltungsspielräume, die in den jeweiligen Phasen möglich sind, werden genauer betrachtet und die notwendigen Bedingungen hinterfragt. Eine gut eingespielte Gruppe wird von allen Mitgliedern als sicherer Ort empfunden und ermöglicht Lernen, Entwicklung und Motivation. Vergleichbar mit der Bindungstheorie, wonach erst eine sichere Bindung Exploration und Neugier ermöglicht. Der Workshop soll eine weitere Perspektive öffnen und den Fokus der Betrachtung etwas verschieben vom Blick auf Einzelschicksale hinzu Gruppenprozessen und den darin liegenden Chancen. Dieser Perspektivwechsel soll Handlungsspielräume ermöglichen und im Workshop ausgiebig diskutiert und ausprobiert werden. Was kann ich tun, um die Gruppenentwicklung positiv zu beeinflussen? Wie gelingt es, dass alle die Gruppe als einen sicheren Ort wahrnehmen?


Referent:

Thomas Künne ist schulpsychologischer Dezernent der Niedersächsischen Landesschulbehörde, dort tätig im Beratungs- und Fortbildungskontext besonders hinsichtlich Klassenklima und soziale Interaktion. Er war bis 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) mit Schwerpunkt Selbstkompetenzentwicklung und Begabungsentfaltung.

Trauma und Bildung - WS9

Beginn:30.05.2016 um 13:30 Uhr
Ende:30.05.2016 um 15:00 Uhr
 
Traumatische Fluchterfahrungen können eine Reihe von Folgen für die Bildungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen haben. Zugleich bietet Bildung vielfältige Möglichkeiten, Stärken wieder aufzubauen oder auch neu zu entwickeln. Gemeinsam soll in dem Workshop erarbeitet werden, welche Möglichkeiten zur emotionalen und sozialen Stabilisierung von Kindern und Jugendlichen in KiTa und Schule ausgebaut werden können. Hierzu gehören die Gestaltung einer Pädagogik des sicheren Ortes, eine heilende Beziehungsgestaltung sowie Ansätze der Selbstkompetenzförderung. Dabei muss einbezogen werden, dass sowohl Kinder und Jugendliche selbst als auch ihre Eltern oder andere Angehörige durch Flucht und Fluchthintergründe von sehr starken Belastungen betroffen sein können, die sich auf unterschiedlichste Weise auswirken.


Referentin:

Dr. Birgit Behrensen, Soziologin und Erziehungswissenschaftlerin, vertritt zurzeit die Professur „Psychologie der frühen Kindheit“ an der Fachhochschule Neubrandenburg. Zuvor langjährige Mitarbeiterin der Osnabrücker Schulpädagogin Prof. Dr. Claudia Solzbacher, u. a. in der Forschungsstelle Begabungsförderung des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe). Mitarbeit im Vorstand des Netzwerks traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen (ntfn).


Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht. Sie können sich jedoch auf die Warteliste setzen lassen.

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Kontakt

Name: Michaela Kruse-Heine
Institution: nifbe
Telefon:0541-969 - 6402
Email: michaela.kruse-heine@nifbe.de